Neuwahl des DGSiM-Vorstandes

Am 14. September finden in Aschaffenburg im Rahmen der 4. ordentlichen Mitgliederversammlung der DGSiM Neuwahlen des Vorstandes statt. Diesmal ist auch wirklich Bewegung dabei. Der bestehende Vorstand möchte den Vorstand ausbauen, um noch mehr Berufsgruppen im Vorstand vertreten zu haben. Gleichzeitig hat Herr Jan Baus mitgeteilt, seine Amtszeit nicht mehr verlängern zu wollen. Auch andere Vorstandsmitglieder denken über Ver-änderungen nach.

Hiermit für alle Mitglieder der Aufruf: Wer sich ggf. im Vorstand engagieren möchte und etwas Zeit dafür einplanen kann, möge sich jederzeit gerne melden!

Wir haben im Vorfeld Kontakt mit möglichen Kandidaten gesucht und sie erfolgreich aufgefordert, sich für die Wahl des Vorstandes zur Verfügung zu stellen. Beide haben das Thema Simulation als Hauptberuf und zählen damit zu den noch wenigen, für die Simulation nicht Nebenaufgabe ist. Der Vorstand erhofft sich dadurch noch mehr Power für die DGSiM.
Beide sollen hier kurz vorgestellt werden. Sie werden sich am Freitag, den 14.9. zur Wahl stellen:

PD Dr. rer.nat. Michaela Kolbe leitet das Simulationszentrum des Universitätsspitals Zürich. Seit über zwölf Jahren führt sie Forschungsprojekte zu Teamprozessen in der Medizin durch und interessiert sich besonders dafür, wie Mitarbeitende im Krankenhaus trotz Hierarchie und über Disziplingrenzen hinaus, sicherheitsrelevante Bedenken offen und respektvoll ansprechen können. Michaela Kolbe hat an der Georg-August-Universität Göttingen in Psychologie promoviert und an der ETH Zürich habilitiert. An der ETH wirkt sie als Privatdozentin.
Im Jahr 2012 war sie für sechs Monate Visiting Research Scholar am Center for Medical Simulation in Harvard. Michaela Kolbe ist Mitglied des Editorial Boards von BMJ Simulation and Technology-Enhanced Learning (BMJ STEL), Gruppe-Interaktion-Organisation (GIO) und Associate Editor von Advances in Simulation.
Link zu Ihrem Simulationszentrum und Publikationen: http://www.simulationszentrum.usz.ch/forschung/seiten/publikationen.aspx

Bastian Overheu ist stellvertretender Leiter des Helios Simulationszentrum in Hildesheim, Rettungssanitäter und examinierter Gesundheits- und Krankenpfleger.
Nach eigener Krankheitserfahrung begann er mit einer Ausbildung und arbeitete einige Jahre auf Normalstation, gefolgt von zwei Jahren Tätigkeit im Intensivbereich. Er wechselte in die Not-aufnahme und war hier sechs Jahre gemeinsam mit einem Kollegen als Leiter tätig. Während dieser Tätigkeit konnte Bastian Overheu an der Konzeption und Umsetzung eines modernen Notfall-zentrums im Rahmen des Neubaus des Klinikums Hildesheim mitwirken. Im Jahr 2014 wurde von Helios das Projekt zur Gründung eines eigenen Simulationszentrums ausgeschrieben. Hier verbringt er nun im Helios Simulationszentrum Hildesheim mit einem Simulationsangebot von aktuell 200 Trainingstagen im Jahr und verschiedenen Fachseminaren einen erfüllenden und abwechslungs-reichen Arbeitsalltag. Seine Simulationserfahrung gibt er auch in der Instruktorenausbildung mit InFacT-Kursen weiter.
Ziel der Mitarbeit im Vorstand:
Ziel meiner Mitarbeit im Vorstand der DGSIM wäre es, das interprofessionelle Teamtraining als Standard für die Aus- und Fortbildung im ärztlichen und nichtärztlichen Bereich weiter zu etablieren. Derweil gründen sich bundesweit die Pflegekammern um Standards an die Fortbildungen von Pflegepersonal festzulegen. Hier sehe ich eine große Möglichkeit unsere Vorstellungen von professionellem, erwachsenengerechten Lernen bekannt zu machen. Durch den bundesweit zunehmenden Mangel an Fachkräften ist ein erhöhter Schulungsbedarf zur schnellstmöglichen Vorbereitung auf die klinische und präklinische Tätigkeit entstanden – die wenigsten Kollegen werden noch langsam und schrittweise an Ihre Verantwortung herangeführt. Gerade hier sollte es heutzutage nicht mehr notwendig sein, invasive Maßnahmen das erste Mal an einem Patienten durchzuführen. Mit Simulation lässt sich strukturiert, sicher und geplant Erfahrung gewinnen, die junge Kollegen meist nur nach mehrjähriger Tätigkeit in der realen Praxis erwerben können.