Kooperation der DGSiM mit SESAM: Unterzeichnung des Kooperationsvertrags am InSiM 2016

Ein Beitrag von Stefan Gisin und Marc Lazarovici

Mit Freude haben Vorstandsmitglieder der DGSiM und Board Members von SESAM an der 2. Ordentlichen Mitgliederversammlung der DGSiM im Oktober in Dresden einen Kooperationsvertrag unterzeichnet.

Obwohl SESAM bereits mit einer Vielzahl von nationalen und internationalen Simulations-Gesellschaften Vereinbarungen getroffen hat, ist es für unsere Society ein wichtiger Schritt, jetzt auch mit der DGSiM offiziell liiert zu sein. Mit der langjährigen Erfahrung - in manchen Belangen gar Vorreiterrolle - zu vielfältigen Aspekten der Simulation im deutschsprachigen Raum, können die Mitglieder der DGSiM einen Wissensschatz und Innovationskraft vorweisen, von denen viele weitere Kolleginnen und Kollegen in Europa immens profitieren können. Umgekehrt liefern Entwicklungen aus anderen Sprachregionen und Kulturkreisen wertvolle Denkanstöße und Lösungsansätze zu Fragestellungen, die hierzulande bislang nicht im Fokus lagen. Genau dieser Austausch soll mit der nun getroffenen Vereinbarung etabliert werden. Sie fördert den einfachen Informationsfluss, ermöglicht für beide Parteien die Bekanntmachung von Veranstaltungen und bietet Plattformen für gemeinsame Projekte.

SESAM (Society in Europe for Simulation Applied to Medicine) als weltweit älteste Vereinigung für Simulation (gegründet 1994 in Kopenhagen) zählt rund 800 Mitglieder aus über 50 Ländern und setzt sich seit mehr als zwei Jahrzehnten für die Verbreitung der medizinischen Simulation in allen Gesundheitsbereichen ein. Mit dem Ziel der Verbesserung der Patientensicherheit fördert SESAM über alle Berufsgruppen und Spezialdisziplinen hinweg die Entwicklung von Trainingsstrategien, Ausbildungskonzepten, Teamaspekten, Simulationstechniken und Forschungsvorhaben, sowohl für das klinische Arbeitsumfeld, soziale Einrichtungen und den prähospitalen Notfallbereich.

Im europäischen Setting mit seiner Vielfalt an politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Diversitäten sind natürlich auch die jeweiligen Gesundheitssysteme ganz unterschiedlich geprägt. Gemeinsam ist allen das Bestreben einer bestmöglichen Patientenversorgung, auch wenn die Ansätze und Mittel dazu weit divergieren mögen.

Wir bei SESAM sind davon überzeugt, dass diese Vielfalt an Systemen sehr wertvoll sein kann, wenn wir alle voneinander lernen. Deshalb ist es das zentrale Bestreben unserer Vereinigung, als Hauptknotenpunkt eines gesamteuropäischen Netzwerkes den Austausch zwischen allen Mitgliedern und Gesellschaften zu fördern. Das unterstützt diejenigen Länder, die in ihren Möglichkeiten und Entwicklungen bislang noch nicht sonderlich fortgeschritten sind ebenso, wie solche, die sich dank langjähriger Erfahrung und dynamischer Forschung für gemeinsame Projekte zusammenschließen wollen.

Eine hervorragende Möglichkeit sich einen Überblick zum aktuellen Stand und neuen Entwicklungen in der medizinischen Simulation zu verschaffen, bietet der alljährliche Jahreskongress von SESAM. An drei Tagen geben international renommierte Redner, Workshops, Diskussionsrunden und Postervorstellungen reichlich Anschauungsmaterial und Inspiration, um die eigenen Sim-Aktivitäten einen weiteren Schritt vorwärts zu bringen. 

Der nächste Jahreskongress von SESAM wird vom 14.-16. Juni 2017 an der Universität Descartes in Paris stattfinden. Nähere Angaben findet Ihr auf unserer Homepage: www.sesam-web.org

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im Juni in Paris, oder sonst am InSiM 2017 in Dresden.

Mit besten Grüßen

Marc Lazarovici und Stefan Gisin
(Kassenwart und Vizepräsident von SESAM)

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